Die Kommunikationsinitiative der Landeskirche in Bayern 1999 bis 2002: "Evangelisch - wir sind so frei"
Briefpapier und Öffentlichkeitsarbeit im Zeichen des Wolkenkreuzes
Nicht unumstritten in den kirchenleitenden Gremien, weil sie immerhin drei Millionen Mark teuer ist, kam sie schließlich auf den Weg: die "Kommunikationsinitiative" der bayerischen Landeskirche, die inzwischen mit dem schicken Kürzel "KI" im bayerischen Protestantismus von sich reden macht. Doch was bedeutet "KI" konkret für die Kirche und ihre Mitarbeitenden? Antwort darauf geben die beiden für die Umsetzung der KI Verantwortlichen, Hanna Wirth und Christian Kopp.
Nicht unumstritten in den kirchenleitenden Gremien, weil sie immerhin drei Millionen Mark teuer ist, kam sie schließlich auf den Weg: die "Kommunikationsinitiative" der bayerischen Landeskirche, die inzwischen mit dem schicken Kürzel "KI" im bayerischen Protestantismus von sich reden macht. Doch was bedeutet "KI" konkret für die Kirche und ihre Mitarbeitenden? Antwort darauf geben die beiden für die Umsetzung der KI Verantwortlichen, Hanna Wirth und Christian Kopp.
Das ist ja wieder einmal typisch Kirche. Jeder andere hätte das Ding nicht "Initiative", sondern "Offensive" genannt." So hat ein ehrenamtlicher Mitarbeiter seine Meinung plakativ kundgetan.
Die Kommunikationsinitiative weckt die verschiedensten Stimmen und Meinungen. "Typisch Kirche" - genau darum geht es dieser 1999 gestarteten und nun laufenden Aktion der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern unter dem Motto "Evangelisch. Wir sind so frei." Offensive oder Initiative - der Titel ist nicht entscheidend. Wichtig sind die Ziele, die sich die Kommunikationsinitiative gesteckt hat: Zum einen hilft die Initiative, die Öffentlichkeitsarbeit von Kirchengemeinden und Einrichtungen zu verbessern. Zum anderen fördert sie die gegenseitige Unterstützung und Wahrnehmung unter den Mitarbeitenden der Kirche.
Wenn man sich solche hohen Ziele steckt, ist die Gefahr des Stolperns groß. Die Initiative fasst nun aber immer besser Tritt. Erkennbar wird die Initiative durch ein bestimmtes Erscheinungsbild: das Wolkenkreuz in der Form eines Bogens und fünf Icons für die fünf Kompetenzfelder, die in der Wahrnehmung von Menschen die Kirche ausmachen: Glaube und Spiritualität, Seelsorge, Helfendes Handeln, Bildung, Kirche als Heimat.
Wir sind so frei: miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Internet-Auftritt der Initiative ist realisiert ("Kirche konkret" berichtete).
Wir sind so frei: gelungene Projekte bekannt zu machen. Die Ini~tiative veröffentlicht Projekte, die Menschen neu oder neue Menschen angesprochen haben.
Wir sind so frei: Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit zu geben. Die Initiative bietet Gemeinden und Einrichtungen auch ganz allgemeine Tipps, Ideen und Unterstützung für die Kommunikation in den fünf Feldern an. Das reicht von Workshops zu Gestaltungsfragen über Knowhow der Öffentlichkeitsarbeit bis zu einem Förderprogramm.
Bis 2002 haben sich die Verantwortlichen viel vorgenommen. Wenn sich viele beteiligen - am Gespräch, am Projekt, in der Werkstatt Öffentlichkeitsarbeit - wird ein großer Schritt nach vorne gelingen.
Hanna Wirth, Christian Kopp
Marktplatz im Internet:
http://www.bayern-evangelisch.de/marktplatz