Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach der jetzt veröffentlichten »Generationenstudie 2002« der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung ist die jüngere Generation an Religion und Kirche kaum noch interessiert. Jeder Zweite sagt demnach, mit Kirche und Religion habe er nichts zu tun. Die Studie ergibt, dass der Kirche beim immer wieder reklamierten Terrain der Wertevermittlung nur eine geringe Rolle zukommt. Nur 13 Prozent der Jugendlichen wünschen dies.

Freilich für die Kirchen noch lange kein Grund, den Kopf einzuziehen: 61 Prozent entwickeln ihre Wertvorstellungen im Elternhaus, 43 Prozent in der Schule, 34 Prozent durch die Medien. Drei Bereiche, in denen die Kirche Präsenz zeigt: durch Familienarbeit, Religionsunterricht und Publizistik.

Der runde Gedenktag des Todes der Geschwister Scholl hat wieder in Erinnerung gerufen, wie wichtig die Wertevermittlung für die Gesellschaft ist. Ein tiefer Humanismus und Religiosität - das war der Antrieb der Weißen Rose für ihren Widerstand gegen das Unrecht. Die Scholls waren nicht politisch motiviert, sie waren auch keine Idealisten. Ihr Gewissen, ihre Verantwortung und ihre mutige Tat resultierten aus ihrem Glauben und ihrer kulturellen Bindung.

Wenn die Kirche nun ihre Bildungsarbeit neu koordiniert (Text auf dieser Seite), geht es also in erster Linie um die Vermittlung des christlichen Menschenbildes.


Helmut Frank
Chefredakteur Sonntagsblatt


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Nr. 3 - März 2003



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»Gemeinsam stark für Kirche und Diakonie - aber auch für andere«

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Die bayerische Landeskirche feilt an ihrem Bildungskonzept
Von Kindererziehung bis zur Seniorenarbeit

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Schon mit 13 Jahren war bei Helga Pfeiffer das Interesse an Übersee geweckt
Echte Partnerschaft braucht Geduld

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Veranstaltungen und Informationen für Ehren- und Hauptamtliche - quer durch Bayern

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Gemeindebrief-Werkstatt (15): Wie ein Heft entsteht
Ein gutes Redaktionsmanagement ist unabdingbar

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