Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das Projekt »Mentoring«, das wir in dieser Ausgabe beschreiben, zeigt einmal mehr, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kirche und Diakonie deren größter Schatz sind. In den Biographien von Menschen spiegelt sich der Arbeitsplatz der Institution Kirche wider. Oder anders ausgedrückt: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geben der Kirche ein Gesicht.
Auf seine Weise prägt auch der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung im Münchner Landeskirchenamt, dessen Porträt Sie ebenfalls in dieser Ausgabe finden, diese Kirche und vielleicht im besonderen das Amt, in dem er arbeitet. Immerhin schlägt er sich seit nunmehr bald drei Jahren mit einer äußerst massiven Strukturreform herum, die im Landeskirchenamt durchgezogen wurde und wird. Mehr leisten mit weniger Mitarbeitern: Dieses Kunststück will die bayerische Landeskirche ausgerechnet an ihrer eigenen obersten Behörde beispielhaft vormachen. Noch steht die endgültige Bilanz dieses Projekts aus.
Es spricht für den Mitarbeiter und für seine Standfestigkeit, dass er, bei allen Irrungen und Wirrungen, die diese Reform mit sich bringt, sich selbst und der Sache der Kirche, so wie er sie sieht, treu geblieben ist. Dienstgemeinschaft, das ist und bleibt für ihn ein hoher Wert. Eine Kirche, die solche Mitarbeiter hat, darf sich glücklich schätzen.
Lutz Taubert
Stellvertretender Chefredakteur Sonntagsblatt
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