Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Weinkrämpfe, Wut, Schlafstörungen: Mobbing zeitigt schlimmste Folgen beim Betroffenen. Doch Tränen des Zorns und der Erniedrigung werden meist im Stillen vergossen. Die Folgen von Mobbing werden nicht unbedingt für alle offenbar, sondern sie werden im Regelfall verdrängt. Das ist die eine wichtige Erkenntnis aus dem Jahresbericht der kirchlichen Mobbing-Beratung, und die Konsequenz daraus kann für kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eigentlich nur heißen: Augen auf. Man mache sich selbst sensibel für solche latenten Vorgänge beim Nächsten, in diesem Fall beim Kollegen, der Kollegin im nächsten Zimmer.
Die andere Erkenntnis: Vorgesetzte und Kollegen sind gleichermaßen beteiligt an Mobbing. Mobbing hat also mindestens zur Hälfte auch etwas mit Hierarchien am Arbeitsplatz zu tun. Der Arbeitsplatz Kirche zeichnet sich - arbeitsrechtlich - dadurch aus, dass es ein hartes Gegenüber von Dienstgebern und Dienstnehmern eigentlich gar nicht geben dürfte. So gesehen ist der Mobbing-Jahresbericht aus Ingolstadt auch eine Anfrage an den so genannten Dritten Weg, den die Kirche beim Arbeitsrecht eingeschlagen hat.
Ihr Lutz Taubert
| Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit |
| Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Verbände, Gruppen, Einrichtungen im Raum des bayerischen Protestantismus sind herzlich eingeladen, sich an Kirche konkret & kontrovers zu beteiligen. Schreiben oder E-mailen Sie uns überregionale Veranstaltungshinweise, personelle Veränderungen, Nachrichten, Themen. Kirche konkret & kontrovers erscheint als Beilage im Sonntagsblatt immer zum ersten Sonntag eines Monats. Redaktionsschluss ist am 15. des Vormonats. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!
Ihre Redaktion von »Kirche konkret & kontrovers« und »Sonntagsblatt«
Projektleiter: Lutz Taubert.
Redaktionsbeirat: Christine von Falkenhausen, Lieselotte Goldhammer, Herbert Kirchmeyer, Helge Neuschwander-Lutz, Erich Noventa, Elfriede Peil.
|