Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es gehörte seit einigen Jahren zum Ritual, dass sich zu Beginn einer Tagung der Landessynode eine kleine Schar von Beschäftigten vor allem aus der Diakonie zu einer Demonstration vor dem Tagungsort versammelte. Als Veranstalter trat dabei die Gewerkschaft ver.di (früher ÖTV) auf, die solcherart ihre Meinung zu einzelnen Regelungen kirchlichen Arbeitsrechts öffentlich machte.
Diese Auseinandersetzung über den besten Weg, arbeitsrechtliche Bedingungen für kirchliche und diakonische Beschäftigte zu finden, hat nun eine neue Qualität erlangt. Um zu kircheneigenen Tarifverträgen zu kommen, hat ver.di nun erstmals in der vergangenen Woche einen Warnstreik durchgeführt. Himmelkron war der Schauplatz, und bestreikt wurde eine Einrichtung der Diakonie Neuendettelsau. Über den Hintergrund dieser Entwicklung informiert Wolfgang Lammel auf dieser Seite. Eine Entwicklung, die möglicherweise vor dem Bundesverfassungsgericht entschieden wird.
Die Reaktionen der Kirchen- und Diakonieleitung zeigen zumindest jetzt schon, dass an eine schnelle Einigung nicht zu denken ist.
Ihr Helge Neuschwander-Lutz
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