Dekan Rudolf Weiß
Eine Region an der Schnittstelle
"Hof in Bayern ganz oben" - mit diesem Slogan hat sich die Stadt überregional bekannt gemacht. Wie sehen Sie heute die Stellung der Region im zusammenwachsenden Europa?
Das Hofer Land war in den vergangenen Jahrzehnten schon immer eine Art Schnittstelle, zu Zeiten der deutschen Teilung, in den Monaten der Massenflucht von DDR-Bürgern im Herbst 1989 und jetzt wieder im Zeichen der bevorstehenden Osterweiterung der Europäischen Union in Richtung Tschechien. Wir werden sehr darauf achten müssen, dass das Fördergefälle nicht zu groß wird und nicht noch mehr Betriebe in die neuen Fördergebiete abwandern.
Grenzüberschreitende Aktionen hat die Kirche ja schon vor Jahren gestartet - wie sieht hier die Zukunft aus?
Unsere Partnerstadt Plauen war 1992 Gastgeberin für den ersten "Euregionalen Kirchentag", zu dem Christen aus Thüringen, Sachsen, Oberfranken und Böhmen eingeladen waren; zwei Jahre später fand dieser Kirchentag in Hof statt. Die Verbindungen, die wir damals aufgenommen haben, wollen wir weiter pflegen. So bereiten wir für 2001 eine neue Veranstaltung in Adorf im Vogtland vor.
Die Stadt und ihre Umgebung sind in den letzten Jahren spürbar attraktiver geworden. Was empfehlen Sie einem Besucher?
Zuerst einen Stadtrundgang, einen Spaziergang entlang der Saale und hinauf zum Theresienstein. Schöne Ziele sind auch der Untreusee und unsere teils reich ausgestatteten alten Dorfkirchen. Und ein Abstecher ins Jean-Paul-Museum in Joditz sollte nicht fehlen.