Dekan Hans Peetz
Ein Bach-Liebhaber in der Wagnerstadt
Alle Jahre wieder steht Bayreuth mit seinen Wagner-Festspielen im Blickpunkt. Haben Sie dazu auch eine persönliche Beziehung?
Die Musik und das »Gesamtkunstwerk« sind durchaus faszinierend - aber ich bin kein Wagnerianer. Zwar hat meine Frau, die Kirchenmusikerin ist, einmal im Sonderchor der Festspiele mitgesungen. Mir steht die Musik von Johann Sebastian Bach viel näher, und ich freue mich über die vielen Konzerte in diesem Bach-Jubiläums-Jahr, die auch von unseren Kantoren und der Fachakademie für Kirchenmusik veranstaltet werden.
Sie sind nach anderen beruflichen Stationen wieder in Ihrer heimatlichen Umgebung. Was schätzen Sie an Bayreuth und seinen Menschen?
Die Leute hier sind sehr offen und verlässlich, wenn sie auch nicht gerade so etwas wie »rheinische Frohnaturen« sind. Sie wollen nicht um jeden Preis mehr aus sich machen - deshalb gibt es auch so viele Verkleinerungsformen in der Sprache wie das berühmte »a weng« (ein wenig). Dass es sich hier gut leben lässt, zeigt auch die große Zahl von Pfarrern, die in Bayreuth Ihren Ruhestand verbringen.
Welche Pläne haben Sie für Ihre weitere Amtszeit als Bayreuther Dekan?
Um eine Identität »evangelisch in Bayreuth« zu schaffen, muss die Kirche in der Öffentlichkeit präsent sein und bleiben, vom Gemeindeblatt bis zum Auftritt im Internet. Das wird gestützt von dem sehr guten ökumenischen Klima in dieser Stadt, das in unserer Arbeit eine große und wichtige Rolle spielt