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Wolfgang Scheidel:

In der Mitte Europas

    Herr Scheidel, Sie kommen aus dem Dekanat Ingolstadt und sind seit drei Wochen im Amt. Was hat Sie bisher im Dekanat Weiden am meisten begeistert?

Am meisten haben mich die Begegnungen mit vielen offenen und freundlichen Menschen begeistert. In Weiden gefällt mir die Fußgängerzone. Die erinnert mich mit ihrer Atmosphäre an Venedig, nur fehlt hier das Wasser.

    Was haben Sie sich vorgenommen?

Ich kann nicht mit fertigen Rezepten nach Weiden kommen. Zunächst einmal möchte ich die Vielfalt des Dekanatsbezirks kennen lernen. Mein Steckenpferd ist bisher die Diakonie gewesen. Ich möchte im Diakonischen Werk Weiden gesunde Arbeitsfelder erhalten und neue erschließen. Welche das im Einzelnen sind, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, aber es scheint ein gewisser Bedarf in der Altenhilfe zu bestehen. Wichtig ist, dass neue Arbeitszweige betriebswirtschaftlich tragfähig sind.

    Das Dekanat liegt abseits der Hauptverkehrsströme. Reizt Sie das besonders?

Ich hoffe, dass sich ein Bewusstseinswandel unter Bayerns Pfarrern und in der Oberpfalz breit macht: Das Dekanat Weiden liegt zwar am Rande Bayerns, aber es ist die Mitte Europas. Auch für Besucher hat das Dekanat einiges zu bieten, schon vor der Wende ist es bevorzugtes Urlaubsgebiet der Berliner gewesen. Auch bieten sich kirchliche Besuchsreisen an: Die ältesten und schönsten Kirchen sind überwiegend evangelische.

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Dekan Wolfgang Scheidel

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