Sonntagsblatt Bayern - Evangelische Wochenzeitung für Bayern

Ausgabe 43 vom 19.10.2014

  • Glaubenslied und Kriegsfanfare
    Kein anderer Choral hat über Jahrhunderte den Protestantismus manifestiert und geprägt wie Martin Luthers Trutzlied »Ein feste Burg ist unser Gott«. Aus dem Glaubenslied des 16. Jahrhunderts wurde in Bismarcks Kaiserreich und vor allem im Ersten Weltkrieg ein vaterländischer Kampfgesang. Eine druckfrische Dissertation widmet sich dieser Umdeutung, in der sich die verhängnisvolle nationale Verirrung der deutschen Protestanten widerspiegelt.
  • Bach, Mendelssohn, Wettstein
    Nur wenige Choralmelodien haben derart viele Komponisten zur Beschäftigung angeregt wie Luthers »Feste Burg«. Eine kleine Literaturschau.
  • Der Heiligenschein ist weg
  • ZEITZEICHEN
  • »Diese Veränderung ist nötig«
    Er ist Buddhist und Christ. Und der Überzeugung, dass Empathie (Mitgefühl) erlernbar ist: Der Münchner Religionswissenschaftler Michael von Brück will Wissenschaft und Meditation verbinden. An diesem Wochenende (24./25. Oktober) findet der erste internationale Kongress zum Thema in Berlin statt. Im Sonntagsblatt-Gespräch erklärt von Brück, warum Meditation die Gesellschaft voranbringen kann.
  • Auf dem Weg nach Emmaus
    Es ist eine besondere Form der Seelsorge, die an Bedeutung gewinnt: Seit 1998 wurden in der Christusbruderschaft Selbitz um die 300 Geistliche Begleiter ausgebildet. Nun wurde der zehnte Kurs abgeschlossen.
  • Was würden Sie gern reformieren?
    »Ecclesia semper reformanda«? Vier Stimmen zum Reformationstag am 31. Oktober.
  • »Der Führer empfängt nicht«
    Vor 80 Jahren brachte die Absetzung und Inhaftierung von Landesbischof Hans Meiser die bayerische Landeskirche in heftige Aufwallung. Eine 38-köpfige Bauernabordnung aus Franken und dem Ries fuhr nach Berlin, um bei Hitler selbst zu protestieren. Der damalige Bürgermeister von Mönchsdeggingen (Ries), Johann Gottfried Arnold (1879-1970), hat die Ereignisse in seinen Lebenserinnerungen dokumentiert.
  • Die vier apokalyptischen Reiter des Gesprächs
    Vier Haltungen, mit denen man erfolgreich jedes Gespräch zum Scheitern bringt ...
  • Hilfsbereitschaft in der Bibel
    Millionen Menschen auf der Welt sind hilfsbedürftig. In der Bibel ist Hilfe eine der wichtigsten Tugenden. Weil Gott den Menschen hilft, sollen sie sich auch untereinander helfen.
  • Düsterer Glanz aus Höllentiefen
    Verse voll klanglicher Schönheit und finsterer Abgründe: Die Werke des Lyrikers Georg Trakl faszinieren bis heute. Sein Leben schwankte zwischen Lebensscheu und Lebensgier. Seelisch zerrüttet starb er mit 27 Jahren in einem k.u.k. Militärkrankenhaus.
  • Wittenberg im Endspurt
    Wittenberg zählt die Tage: Auf dem Marktplatz der Lutherstadt ticken nun in einer »Countdown-Weltkugel« die rund 950 Tage bis zum Start der »Weltausstellung Reformation« im Jahr 2017 herunter. Die Schau soll 2017 in Wittenberg an 95 historischen Orten der Stadt gezeigt werden. Im demnächst komplett sanierten Augusteum findet zudem unter dem Arbeitstitel »95 Menschen - 95 Schätze« eine nationale Sonderausstellung zur Reformation statt. Die Stadtkirche - als Luthers Predigtkirche die Mutterkirche der Reformation - erstrahlt bereits jetzt in neuem Glanz.
  • »Der Umbau dauert zehn Minuten«
  • Gezieltes Wegschauen schmerzt
    Seit 20 Jahren gibt es in Nürnberg das Sozialmagazin »Straßenkreuzer«, das von Armen und Obdachlosen auf der Straße verkauft wird. Im Rathaus ist dazu noch bis zum 30. Oktober eine Fotoausstellung zu sehen.