Sonntagsblatt Bayern - Evangelische Wochenzeitung für Bayern

Ausgabe 35 vom 29.08.2010

  • Spiegel der Fantasie
    Das Meer ist der Ort von Bedrohungen und Gefahren. Gleichzeitig versichert es uns aber auch den Schutz Gottes. Die Sehnsucht nach dem Meer ist möglicherweise nicht die Sehnsucht nach der unendlichen Weite, sondern die Sehnsucht danach, immer wieder gerettet zu werden.
  • Tiefsee in Gefahr
    Der Ölteppich im Golf von Mexiko scheint sich schneller aufzulösen, als man vermutet hätte. Allerdings nur das Öl an der Oberfläche, nicht das Öl in der Tiefe. Auch sind die langfristigen Wirkungen der Öl zersetzenden Chemikalien, die BP massenhaft einsetzte, völlig ungewiss. Mit den möglichen Folgen dieser ökologischen Katastrophe hat sich Wissenschaftsjournalistin Sarah Zierul intensiv beschäftigt.
  • Freiwillige vor
  • ZEITZEICHEN
  • Anruf aus Afghanistan
    Schon zum zweiten Mal ist Martin H. als Major im Afghanistan-Einsatz. Sieben Monate muss seine Frau Sonja diesmal zu Hause in Oberbayern allein für die Kinder da sein - Alltag einer Soldatenfrau.
  • Kalte Schwester
    Der Monsun-Wind bringt jedes Jahr im Juli und August viel Regen in Pakistan. Doch was ist der Grund für die extrem starken Niederschläge in diesem Jahr, die die große Flut auslösten? Meteorologen führen sie auf das Klimaphänomen »La Niña« (spanisch: das Mädchen) zurück. Es ist eine wiederkehrende Klima-Anomalie, die im Südpazifik ihren Anfang nimmt und das Wetter in den Tropen rund um den Globus durcheinanderbringen kann. Oft beobachtet, gibt das Ereignis dennoch weiter Rätsel auf.
  • Allgemeine Wehrpflicht oder Berufsarmee?
    Ist die aktuelle Debatte über die Zukunft der Bundeswehr auch eine Gelegenheit, über die Einführung eines neu gestalteten Pflichtjahrs für Jugendliche?
  • Unter dem orientalischen Sternenhimmel
    Der 1. September vor 25 Jahren war für die Israelitische Kultusgemeinde in Augsburg ein Freudentag. Erstmals nach der »Reichspogromnacht« konnte man wieder Gottesdienst in der prächtigen Synagoge feiern.
  • Der segnende Blick Gottes
    »Nicht nur an andere lege ich strenge Maßstäbe, ich bin mir auch selbst die schärfste Kritikerin. Woher kommt mein Selbsthass?«
  • Pferde in der Bibel
    Mit Pferderomantik hat die Bibel nicht viel im Sinn. Die prachtvollen Tiere müssen in den Krieg ziehen.
  • Jesus der Heiler
    Jesus heilte Aussätzige, Blinde, Taubstumme und andere Kranke. In vielen Fällen legt er dazu die Hand auf, manchmal erfolgt die Heilung auch schrittweise, wie bei einem Arzt. Jesus fragt die Kranken nicht nach ihrem Glauben, die Heilung wird in der Regel nicht an Bedingungen geknüpft.
  • Den Glauben medial verbreiten
    Die evangelische Publizistik in Bayern und im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland wurde von Robert Geisendörfer geprägt. Vor 100 Jahren wurde der Medienpionier geboren.
  • Mit Kippa, Stimme und Gefühl
    Vom Abraham-Geiger-Kolleg gehen wichtige Impulse für das jüdische Leben in Deutschland aus: Seit 2001 bildet das Kolleg in Berlin und Potsdam Rabbiner aus, seit 2008 auch jüdische Kantoren. Es ist die erste akademische Ausbildungsstätte für jüdische Geistliche in Deutschland seit der Schließung der jüdischen Hochschule durch die Nationalsozialisten 1942.
  • Mensch ärgere Dich nicht!
    »Mensch ärgere Dich nicht« - vor 100 Jahren kam dieses Spiel auf den Markt. Entwickelt hat es - indem er Vorlagen wie ­Pachisi oder Ludo vereinfachte - der Münchner Josef Friedrich Schmidt (1871-1948). Zunächst wollte niemand das Spiel haben. Der Durchbruch kam einige Jahre später mit dem Ersten Weltkrieg. Als Werbeaktion wurden 3000 Exem­plare des Spiels in die Lazarette geschickt. Von dort spielte es sich in die Wohn- und Kinderzimmer Deutschlands. Und wurde zu einem Familienspiel und Lebensmotto.
  • Durchlässige Eisenkapelle
    Autobahnen erschaffen ein Dreieck im Münchner Westen, darin mehrere Badeseen, Radfahrer, vereinzelte Gärtnereien. Die Hitze flirrt über dem Schotterweg. Irgendwo hier muss er sein, der Tipiplatz mit den weißen Indianerzelten, irgendwo hier muss sie stehen, die Schrottkapelle. Sieben Jahre hat der Kunstglaser Sebastian Weiss Schrottstück an Schrottstück geschweißt, bis sie fertig war, die Eisenkapelle, die Pfingsten 2010 gekrönt wurde.