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Ausgabe - vom (Datum): 21-25.05.2003




Viele neue Köpfe bestimmen Kurs der EKD

Von Thomas Schiller

Die Evangelische Kirche in Deutschland erneuert ihre Leitungsgremien für die Zeit bis 2009. Vom 23. bis 25. Mai tritt in Leipzig die neue Synode zusammen. Das Kirchenparlament amtiert für die kommenden sechs Jahre. Im Herbst 2003 wird dann auch der Rat der EKD, das oberste Leitungsremium, neu gewählt - und ein Nachfolger für den Ratsvorsitzenden Manfred Kock (67).

Bei den 120 Synodalen findet ein Generationen-Wechsel statt: 60 Prozent der Mitglieder sind neu. Sie müssen zuerst eine neue Leitung wählen, denn Präses Jürgen Schmude (66) tritt nach 18 Jahren nicht mehr an. Der frühere SPD-Bundesminister hat durch ruhige und klare Führung überzeugt. Wichtig sei es, »massiv auf einen Konsens hinzuwirken«, meint der promovierte Jurist, »wer kurzen Prozess und schnell Klarheit will, schadet der Kirche.«

Die Nachfolge Schmudes ist unklar. Mehrere Namen sind im Gespräch: Schmudes Stellvertreterin Barbara Rinke, 1999 Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe, der dem Rat der EKD angehört. Der Name eines weiteren Ratsmitgliedes kursiert: Robert Leicht, ehemaliger Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit. Alle drei sind vom Rat der EKD in die Synode entsandt.

Auch von denjenigen EKD-Synodalen, die von den Landeskirchen delegiert wurden, gibt es profilierte Personen mit parlamentarischer Erfahrung, etwa den früheren niedersächsischen Landtagspräsidenten Rolf Wernstedt sowie Elisabeth Lingner, Präsidentin der nordelbischen Synode.

Der bisherige Amtsinhaber äußert sich zurückhaltend. »Besonders in Personalentscheidungen lassen sich die Synodalen nicht von irgendwem, und sei er noch so geübt in der Vorbereitung, vorschreiben, wen sie zu wählen haben«, sagt Jürgen Schmude im Rückblick auf seine 18 Amtsjahre mit drei Überraschungs-Entscheidungen um den Ratsvorsitz. »Wer vorher als Favorit galt, wurde nicht Ratsvorsitzender« - zuletzt 1997. Der Berliner Bischof Wolfgang Huber galt als Favorit, doch der rheinische Präses Manfred Kock ging als Sieger hervor. »Da macht sich die Synode selbst das Leben schwer, und den Kandidaten, die durchfallen, erst recht«.

Wer im November auf Kock folgt, auch darüber wird spekuliert. Eine Rolle könnte die Bekenntnisfrage spielen: Sind nach drei Vorsitzenden aus unierten Kirchen die Lutheraner dran? Es fallen die Namen der Bischöfin von Hannover, Margot Käßmann, und des bayerischen Bischofs Johannes Friedrich. Tritt Wolfgang Huber nochmals an? Der Hauptstadt-Bischof äußert sich vor dem Ökumenischen Kirchentag nicht.

Bis Herbst werden sicherlich noch Namen dazukommen. Und es bleibt bis zum Schluss möglich, dass ein bis dato Ungenannter die November-Synode als Ratsvorsitzender verlässt. Der scheidende Präses meint jedenfalls, die Synode habe »ein Gespür dafür, welche Persönlichkeit es wohl sein könnte, mit der man die nächsten sechs Jahre an der Spitze der EKD leben und arbeiten möchte.«. Alle drei sind vom Rat der EKD in die Synode entsandt.

Auch von denjenigen EKD-Synodalen, die von den Landeskirchen delegiert wurden, gibt es profilierte Personen mit parlamentarischer Erfahrung, etwa den früheren niedersächsischen Landtagspräsidenten Rolf Wernstedt sowie Elisabeth Lingner, Präsidentin der nordelbischen Synode.

Der bisherige Amtsinhaber äußert sich zurückhaltend. »Besonders in Personalentscheidungen lassen sich die Synodalen nicht von irgendwem, und sei er noch so geübt in der Vorbereitung, vorschreiben, wen sie zu wählen haben«, sagt Jürgen Schmude im Rückblick auf seine 18 Amtsjahre mit drei Überraschungs-Entscheidungen um den Ratsvorsitz. »Wer vorher als Favorit galt, wurde nicht Ratsvorsitzender« - zuletzt 1997. Der Berliner Bischof Wolfgang Huber galt als Favorit, doch der rheinische Präses Manfred Kock ging als Sieger hervor. »Da macht sich die Synode selbst das Leben schwer, und den Kandidaten, die durchfallen, erst recht«.

Wer im November auf Kock folgt, auch darüber wird spekuliert. Eine Rolle könnte die Bekenntnisfrage spielen: Sind nach drei Vorsitzenden aus unierten Kirchen die Lutheraner dran? Es fallen die Namen der Bischöfin von Hannover, Margot Käßmann, und des bayerischen Bischofs Johannes Friedrich. Tritt Wolfgang Huber nochmals an? Der Hauptstadt-Bischof äußert sich vor dem Ökumenischen Kirchentag nicht.

Bis Herbst werden sicherlich noch Namen dazukommen. Und es bleibt bis zum Schluss möglich, dass ein bis dato Ungenannter die November-Synode als Ratsvorsitzender verlässt. Der scheidende Präses meint jedenfalls, die Synode habe »ein Gespür dafür, welche Persönlichkeit es wohl sein könnte, mit der man die nächsten sechs Jahre an der Spitze der EKD leben und arbeiten möchte.«


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   Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Internet: www.ekd.de. Aktuelle Berichte von der EKD-Synode finden Sie dort unter /synode2003.

Michael Schibilsky

  Dem Präsidium gehört mit dem Münchner Professor Michael Schibilsky (56), der - von der bayerischen Landeskirche entsandt - in Leipzig zum Vize-Präses gewählt wurde, auch ein namhafter bayerischer Theologe an.
/03/2003_21_03_01.php
abgerufen 07.02.2012, 10.53 Uhr
zuletzt geändert 16.12.2009, 16.57 Uhr

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