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Ausgabe - vom (Datum): 17-28.04.2002




DAS STICHWORT

Rabbis für Menschenrechte

Die »Rabbis für Menschenrechte« sind nach eigener Aussage derzeit die einzige Organisation in Israel, die sich die Aufgabe gestellt hat, die jüdische Tradition der Menschenrechte fortzuführen.

Sie ist die einzige israelische Rabbinerorganisation, die mit ihren etwa 90 Mitgliedern reformierte, orthodoxe, konservative und rekonstruktive Rabbiner vereinigt. 1993 erhielt RfM den »Speaker of the Knesset's Award for the quality of life« für ihr Engagement bei der Stärkung von demokratischen Werten, für den Schutz der Menschenrechte und die Entwicklung von Toleranz und gegenseitigem Respekt.

RfM wurde 1988 als Reaktion auf die Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee während der ersten Intifada gegründet. RfM ist nicht abhängig von einer Partei oder Ideologie.

Ihre Motivation ist die Unvereinbarkeit von Menschenrechtsverletzungen mit der jüdischen Tradition des Mitleids und der moralischen Verantwortung, bzw. dem biblisch verankerten Bemühen um den »Fremden in eurer Mitte« - sogar angesichts der Gefahr.

RfM beteiligt sich an Aktionen, die Hauszerstörungen verhindern und sucht »Adoptivfamilien« für betroffene palästinensische Familien; RfM setzt sich für die Rechte der »Jahalin-Beduinen ein und führt pädagogische Veranstaltungen in Schulen und Universitäten durch.

RfM hat einen Kommentar zur Israelischen Unabhängigkeitserklärung in der Lesart des Talmuds entworfen.


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